2015 – braucht das noch wer oder kann das weg?

21 12 2015
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Airplay Software via iPhone und Beamer

Das Jahr neigt sich dem Ende, was mich dazu führt meinen völlig verwahrlosten Blog etwas zu führen. Eigentlich hatte ich diesen vor sieben Jahren begonnen, da 2008 noch einmal ein Wendejahr in meinem Leben war. Berufswechsel, Umzug, vieles Neues an das man sich vielleicht mal erinnern möchte. Freunde und Familie waren auch weit weg um mal eben vorbei zu schauen. Im Laufe der Jahre hat sich aber wieder einiges geändert. Nachdem ich 2013 zurück gekommen war und beruflich sich zunächst eine Verbesserung einstellte, wurde es ungewollt in den nächsten eineinhalb Jahren turbulent. Bis Mitte 2014, als dann noch mal die Wende kam. Inzwischen kann ich sagen ist alles sehr ruhig geworden und auch ich komm langsam zur Ruhe und werde dick.

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Für zukünftige Projekte Materialprobe bestellt in Größe eines Mouse-Pads, leider aufgrund thermischer Eigenschaften völlig ungeeignet dafür.

Dieses Jahr war genau genommen ein gutes Jahr, ich habe das bekommen, was zwar gut ist ich aber eigentlich nicht angestrebt habe, an anderen Seiten sind Bemühungen wieder und wieder misslungen. Ich habe mich dieses Jahr von einigen Personen getrennt, emotional und auch freundschaftlich. Alles ist stetig im Wandel, es klingt egoistisch aber wenn einen etwas nicht mehr weiterbringt muss man sich eben trennen. Und wie immer kein Schmerz ohne Lektion, „los lassen“ ist eigentlich gar nicht so schlimm, wenn man sich bewusst geworden ist, dass man nicht alles kontrollieren sollte.

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Neue Hardware: Der Profil-Transfer war leider nicht so einfach wie zunächst gedacht.

Ich wurde diese Tage mal gefragt wie sich denn mein Spitzname oder Internet-Nick zusammen setzt. Ich glaube ich hatte das auch schon mal erläutert, aber was soll’s. Anfang der 90’er mit aufkommenden Internet und dem Gedanken keine Klar-namen zu verwenden, war natürlich die Frage, welches Pseudonym man sich aussuchen sollte. Am besten konnte ich mich mit einer Filmfigur aus einen Peter Jackson Film identifizieren. Ein unbedeutender Held, welcher am Ende Massen von Zombies erledigt und die Welt rettet. Eine Zombie Apokalypse gab’s bisher nicht und die Welt hab ich auch noch nicht gerettet, der Rest passt immer noch ganz gut. Ich habe den Namen später zur besseren Eindeutigkeit noch mal mit vp erweitert, was eigentlich einer anderen Story zu Grunde liegt. Ende 2004 hatte ich in einer Schule für Sprachen meine Mitschüler verwirren wollen, indem ich ein unsicheres Protokoll verwendete Systemmeldungen zur Kommunikation zu missbrauchen. Der Fehler war nur meine Wahl des Adressbereiches, so bekam nicht mein Raum die Nachricht „Hallo ihr Pisser!“ sondern die Schule. Es dauerte natürlich nicht lang, bis jemand im Raum stand und sich beschwerte, dass eine Klasse voller Hausfrauen merkwürdige Systemnachrichten bekommen. Seit dem hieß ich „von Piss“. Eigentlich Schade, das dieses Protokoll der Sicherheit zum Opfer fiel, es war immer sehr witzig.

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Für ordentliche Videos braucht es ordentlichen Ton.

Dieses Jahr war irgendwie sehr schnell vorbei, worüber ich auch gar nicht traurig bin. Ich vermute das meine Aktivitäten im Verein, ein Teil dazu beigetragen haben. Die Abwechselung von interessanten Themen, macht das alles ganz unterhaltsam und spannend. Meinen 3D Drucker habe ich auch wieder etwas weiter bekommen, allerdings warte ich noch immer auf den Knackpunkt, an dem das Ding endlich mal funktioniert.

Dieses Jahr war aus finanzieller Sicht ne Durststrecke, die Höhe an Ausgaben war enorm, überwiegend durch KfZ Kosten bedingt. Ich hab mich schon manchmal gefragt, ob ich mir das nicht sparen sollte, da meine Fahrleistung auch sehr minimal sind. Aber so ganz ohne Auto geht’s halt dann auch nicht. Also werde ich mir diesen „Luxus“ wohl weiter gönnen müssen. Mal sehen, vielleicht fällt mir dazu auch nächstes Jahr noch eine Verbesserung ein. Überhaupt will ich an dem Ganzen noch etwas ändern, so richtig erfüllt bin noch nicht. Nur etwas unsicher mir manchmal nicht zuviel aufzuladen, ein paar Ideen dazu hab ich schon seit Jahren. Habe sie aber nie wirklich ausformuliert oder in ein Konzept verarbeitet.
Zu guter Letzt, wenn man Defizite hat sich an dem was man hat zu erfreuen, kann man auch vieles einfach mit Geld erschlagen. In dem Sinne, habe ich mir biss’l neue Hardware gekauft. Wenn wir unsere Leitung im neuen Jahr dann noch erweitern und unsere Hausverkabelung erneuern, werde ich bestimmt so einiges endlich mal realisieren können, Stichwort Webstreams oder Youtube Channel.





Das Jahr neigt sich dem Ende

3 12 2014

Hallo Welt,

Steh am Fährhafen in Dover

nicht die typische Begrüssung wenn man den Blog schon eine Weile pflegt, mehr oder minder in letzter Zeit nicht mehr so häufig. Die Ereignisse würden wahrscheinlich in der Menge den typischen Rahmen sprengen seit dem letzten Beitrag. Beruflich hat sich wieder einiges verändert, zum besseren zwar fehlt mir bisschen teilweise die Projekttätigkeit anderer seits habe ich nun zwei der drei nötigen Säulen welche recht stark sind. Dazu habe ich einen neuen Ausspruch gelernt, dass finanzielle kann das Aufgabengebiet und das klimatische Umfeld manchmal verwässern. Muss dem zustimmen, oder mit anderen Worten, Geld allein macht eben auch nicht glücklich.

Abendlicher Blick aus dem Büro

Inzwischen komme ich auch wieder etwas mehr dazu meinen Hobbys nachzugehen, kürzlich habe ich noch einmal den Raspberry A gegen einen B+ ersetzt. Auch wenn dieser noch ohne Funktion am HDMI vom TV hängt wird dieser in absehbarer Zeit eine Funktion bekommen, dass Display habe ich durch ein 3,2 zoll ersetzt. Klingt zwar immer noch nicht besonders groß, erhoffe mir aber davon etwas mehr Funktionailität.

Meinen Server welchen ich seit seit 2013 betreibe, werde ich demnächst reduzieren. Irgendwie haben sich die Anwendungen gefunden die diesen im Bezug zu den Kosten rechtfertigen. Das damit frei werdende Kapital werde ich dann wohl mal wieder in neue Hardware investieren. Ich muss gestehen, dass ich seit fast 2 Jahren fast nur noch IPad Nutzer bin. Zumal vor 3 Monaten erst das Netzteil und dann meine Grafikkarte ausgestiegen ist am grossen PC. netzteil habe ich noch einmal getauscht, bei der Grafikkarte habe ich dann beschlossen diesen zu verkaufen.

Einen kleinen oder grösseren Bruch habe ich dennoch seit Mai vollzogen, mich von den Hobbys zu trennen welche unproduktiv die Zeit rauben. Dadurch das ich auch nun wieder in Schichten arbeite welche mich manchmal bis 20:00Uhr binden, werden die Tage entsprechend kurz. In dem Fall sind Online Games speziell Rollenspiele unglaubliche Zeitfresser welche einem nichts zurück geben, als momentane Abwechslung.

Das wars auch schon wieder, mehr würde jetzt den Rahmen sprengen, zum Schluss wie üblich ein paar Biöder, bunt im Text vermischt.

 

 





Muss erst mal noch die Welt retten…

6 05 2014

PiTFT von Adafruit

Vielleicht unerwartet kurz nach meinem letzten Blogeintrag ergeben sich wieder neue Dinge über die ich gern schreiben würde. In manchen Monaten sind das einmal mehr als in anderen Monaten. Was mir besonders gut gefällt, dass ich diesmal endlich wieder etwas mehr mich meinem Hobby widmen konnte. Ich habe meinem Raspberry ein neues Gesicht verpasst, Adafruit hat ein 2,8 Zoll Touchscreen für den Raspberry veröffentlicht. Zu einem verhältnismäßigen erschwinglichen Preis von 37€. Auch die Installation war überraschend einfach, da gut dokumentiert. Ich muss zwar sagen, wirklich praktisch damit arbeiten, kann man natürlich vergessen, ein Desktop mit 320×240 ist sehr unpraktisch. Bei der Konsole siehts noch etwas besser aus, da passen schon ein paar Zeichen rein, ähnlich wenn ich mit dem iPhone per SSH mein Server administriere.

Konzept für Framework

Außerdem konnte ich endlich mal meine Lötstation zum Einsatz bringen die ich mir schon vor einer ganzen Weile gekauft habe, leider ist auch diesen Monat mein 3D Drucker Projekt noch immer nicht weiter gekommen, teils auch wegen der finanziellen Mittel. Ich bin mir außerdem auch mit dem Framework unschlüssig. Selber bauen hat schon einen gewissen Reiz zumal ich immer noch davon überzeugt bin, dass 25x25cm keine erstrebenswerte Größe ist. Will man doch mal was massives drucken, vielleicht eine Vase ist man immer an einen bestimmten Bereich gebunden, sicher ist man das sowieso immer, allerdings sind benannte Größen in einem sehr kleinen Bereich. Ich werde mal vor allem eruieren müssen, was physische Grenzwerte sind in der Verarbeitung selbst.

Die Zeit ist wie immer leider viel zu knapp, wenn dann noch die Entertainment Berieselung dazu kommt, sollte der Tag wwirklich 38 Stunden haben. Im Moment befinde ich mich sowieso an einen Scheideweg, entweder werde ich in der nächsten Zeit sehr viel mehr reisen und unterwegs arbeiten, oder ich werde gar nicht mehr bis kaum reisen. Aber das wird sich alles noch zeigen.

Amazon hat seinen Lovefilm Dienst in die Prime Mitgliedschaft übernommen, zumindest bis Januar nächsten Jahres werden durch die Nutzung keine Mehrkosten entstehen, dass habe ich genutzt um mein bestehendes Abo für Watchever erst einmal auf Eis zu legen. Kosten sparen! Und soviel Zeit beides zu verfolgen habe ich dann doch nicht die Zeit. Was mir allerdings neu war, dass Amazon selbst verschiedene Formate wie Alpha House und betas produziert, letzteres ist zwar eingestellt hatte aber dennoch einen kurzfristigen Entertainment Faktor. Die Serie drehte sich um ein junges Start-Up. Bei näherer Betrachtung zwar etwas überzogen und amerikanisch, teilweise aber gut dargestellt.

Ich glaube das ist ein Traum vieler, mit einer guten Idee finanziell abgesichert zu sein. Der Wunsch etwas zu verändern kommt wahrscheinlich erst später oder nie, ich wüsste selbst nicht ob man sich dann irgendwann nach erfolgreichen Start verkauft oder eben versucht den Traum zu leben. Was mich unmittelbar zurück zum Masterplan bringt. Mir bleiben vielleicht mit Glück noch 15 Jahre in denen ich den Grundstein legen kann, sicherlich geht es mir genau genommen schon recht gut. Wenn die liebe Zeit nicht wäre, gäbe es vermutlich noch mehr Interessen.

Ich hörte letztens mal eine Frau vom grünen Tee schwärmen welcher in der Bahn serviert wird. Und ich muss sagen, ja in der Tat sehr lecker. Ich habe mir neben dem Display auch endlich wieder eine Stafelei fürs iPad geleistet. Klingt zwar albern, ist aber unglaublich praktisch, da diese die perfekte Kombination zu einer Bluetooth Tastatur ist. Das Apple Wireless Keyboard ist kaum wirklich breiter als das iPad und damit gut zu verwenden. Warum auch Laptop kaufen, gibt es inzwischen eh alles für iOS was wichtig ist.

Ich glaube es wird Zeit noch ein bisschen die Welt kennen zu lernen.

 





Befindlichkeiten

15 04 2014

In den letzten Jahren habe ich mehr und mehr mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun. Bedingt durch meine letzten beruflichen Verwendungen wurde ich immer wieder in neue Personenkreise involviert. Seit 2004 sind ca. 500 – 600 Personen, Menschen die mich auf meinem Berufsweg begleitet, angeleitet oder geführt haben zusammen gekommen. In all den Jahren habe ich so eine Menge Persönlichkeiten kennen lernen dürfen. Wenn ich nach guten und schlechten Menschen beurteilen müsste, könnte ich das ganz genau mit Prozent angeben 99,6% waren gute Menschen, 0,4% schlechte.

Wie mit allen Dingen macht die praktische Erfahrung einen großen Anteil aus, welche unsere Professionalität beeinflusst. Menschen reagieren oft nach Befindlichkeiten oder Wünschen oder Zielvorgaben. In wie weit diese dann mit dem Umfeld harmonieren, bestimmt den Grad der Integration und des Zusammenseins. Wenn man eine Reaktion von anderen manchmal nicht versteht hilft es oft sich in dessen Lage zu versetzen und zu fragen wie würde man selbst reagieren.

Oftmals kann ich aber sagen, läuft der Einführungsprozess in eine neue Gruppe immer nach dem gleichen Muster ab: sondieren, bewerten, agieren, reagieren. Die meisten Menschen legen sehr großen Wert auf ihre Persönlichkeit, jeder Mensch stellt ein Individuum dar, ich möchte diese gar nicht nach Schubladen bewerten, viele Menschen sind vielschichtig und haben ganz unterschiedliche Seiten. In jeden steckt auch ein guter Mensch, auch wenn das nach außen manchmal unter oder verloren geht.

Ich glaube die große Kunst im Umgang mit Menschen ist es die Bedürfnisse des Einzelnen zu befriedigen aber dennoch zielorientiert in eine gemeinschaftliche Richtung zu agieren. Ganz großen Respekt habe ich vor Menschen, die in der Lage sind die faulen Nüsse dabei raus zu filtern, welche destruktiv ihr eigenes Ziel verfolgen.

Was mich an Menschen wirklich oft und lange beschäftigt sind Reaktionen die ich wie ich es auch versuche zu beleuchten nicht nachvollziehen kann. Oft verstehe ich dabei sogar das Warum aber selten dann das Wieso diese Person. Unsere Vergangenheit prägt uns an dieser Stelle sehr, auch unser Umfeld. Ein nach außen scheinbar friedliches Umfeld, Freunde, Familie müssen nicht unbedingt dafür stehen, dass jemand glücklich ist und das seinem Umfeld wiedergibt.

,,Man kann glücklich sein und ist es dennoch nicht“

Gemeinsamkeiten helfen sehr oft Zugang zu finden. Später hingegen können unterschiedliche Sichtweisen helfen sich gegenseitig voran zu bringen. Jeder Mensch hat unterschiedliche Stärken und Schwächen. Viele Menschen haben Angst ihre Schwächen zu zeigen und setzen das als Verlust ihrer Persönlichkeit dar. Gute Freundschaften werden geprägt durch immer wieder wechselseitige Hilfe. Auch beruflich ist ein gutes Verhältnis zum Chef geprägt durch Aufgaben erledigen und Verständnis bekommen.

Alles in allem kann ich sagen besteht ein guter Umgang aus einen wechselseitigen Fluss aus Aktion und Reaktion. Wer diese Kunst versteht und dabei seine Ziele und Wünsche einbringen kann, endet nicht auf einen Abstellgleis.

 





Es wird Frühling

12 03 2014

Herrliches Wetter auf der Fahrt nach Dortmund

Es wird Frühling, die Tage werden wieder länger und wärmer. Am Montag habe ich meinen 35. Geburtstag gefeiert, im ganz kleinen Kreis. Meine Mutter hatte Kuchen gebacken. Für sehr viel mehr hatte ich auch keine Zeit. Ich selbst wurde am Sonntag eingeladen. Also machte ich mich auf den Weg nach Dortmund alte Freunde und ehemalige Kollegen besuchen. Nach all den Monaten wieder in Erfurt das erste mal eine längere Autofahrt. Wenn ich daran denke früher jedes zweite Wochenende 1500 km gefahren zu sein, war das doch anstrengend aber auch schön. Das Wetter spielte ganz gut mit und die Straßen selbst waren Stau-frei.

Mein ehemaliger Kollege Franz feierte Geburtstag, wenn ich all die letzten Jahre zurück blicke einer der wenigen zu dem ich so häufigen Kontakt habe. Mag auch was dran sein, dass wir ja theoretisch nur ein Tag und 5 Jahre auseinander liegen. Die Feier war lustig wir besuchten die Dortmunder Innenstadt und waren später noch im Billard Kaffee. Alles in allem 2 nette Tage, auch das Hotel wo ich übernachtete war angenehm.

So sehen Funklöcher beim Zugfahren aus

Und wieder einmal muss ich sagen, auf der Welt ist Zeit das wertvollste was wir haben. Wie oft würde ich mir 40 Stunden Tage wünschen oder halbe Arbeit für gleiches Geld. Vielleicht ist es auch nur der Traum das beruflich zu machen, was mich privat reizt. Mein 3D Drucker steht immer noch im Status der Entwicklung, abzubrechen wäre schade da schon zuviel investiert wurde. Ich werde dem Projekt etwas die Luft raus lassen und in kleinerer Form zu Ende bringen. Eventuell habe ich auf der kommenden Messe bald dazu Gelegenheit die noch fehlenden Teile zu besorgen.

iPad als Navi kann ich nur empfehlen

Was ich positiv erleben durfte, mein iPad hat sich als perfektes Navi heraus gestellt, Spotify, Navigation, Kommunikation. Ich bin gespannt wenn das Konzept Car Play auch für mich in einen meiner nächsten Autos interessant wird, oder ob es für BMW ein Nachrüstkonzept gibt. Überhaupt unabhängig ob nun iPad oder anderes Pad, seit meinen ersten Berührungspunkten mit einem Compaq später HP TC 1000 hat sich das alles als Alltags tauglich heraus gestellt und ist aus meinem Leben nicht weg zu denken. Auch wenn das vielleicht der ein oder andere belächelt.

Das war’s auch schon wieder, in 2 Monaten passiert ja nun auch nicht soviel. Bis demnächst euer Chefkoch.





Ein Jahr wieder in der Heimat

29 01 2014

Ein Jahr ist es inzwischen her das ich meinen alten Job gekündigt habe und wieder in Erfurt bin. Inzwischen ist natürlich so einiges passiert, ich hatte natürlich das Glück, mich beruflich an meine Tätigkeit in Frankreich nicht zu verschlechtern. Allerdings muss ich auch sagen, der Schein drübt auch schon manchmal, es klingt am Anfang immer alles schön und gut, die tatsächlichen kleinen Eigenheiten stellen sich aber erst im Laufe der Zeit ein. Hinzu kommt das man immer aus einer Situation kommt in der man mehr oder minder unzufrieden ist, daher klingt jedes Neue auch erst einmal interessant und eben neu.

neuer Schreibtisch

In der heutigen Zeit muss ich sagen wird gerne Kunde zu allem und jeden gesagt weil es vielleicht irgendwie produktiv klingt, oder weil wenn auch nur auf dem Papier Summen hin und her transferiert werden. Das ergeht mir auch jetzt nicht anders aber dazu später mehr. Bei meiner Tätigkeit im Monitoring waren es tatsächliche Kunden und wie man sich das so vorstellen kann, der Kunde ist immer König. Eigentlich ein blöde Philosophie, weil man ja zu was gesagt hat etwas zu leisten oder zu liefern muss man sich jeden Unsinn antun was dem Geschäftspartner so in Sinn kommt. Von daher muss ich ehrlich gestehen sollte ich irgendwann einmal in die Situation geraten selbst an solchen Entscheidungen mitzuwirken, wird die Philosophie des Gegenüber definitiv mit einfließen in die Entscheidungsfindung.Aber ich möchte eigentlich die Entwicklung nicht schlechter machen als es tatsächlich auch war. Wie schon erwähnt konnte ich an meine Tätigkeit in Frankreich welche ja überwiegend im IT Supportbereich war wechseln hin zum Monitoring. Was man darunter speziell verstehen kann, ist vielschichtig mit einem Wort würde ich es vielleicht als Serverüberwachung beschreiben. Allerdings bei einer Vielzahl von Kunden Projekten ist es nicht immer nur die Überwachung. Auch das Ändern von Kundenwünschen zählt dazu.

immer skeptisch sein

Jedenfalls war ich sehr überrascht zu hören, damals dass mir genügend Zeit der Einarbeitung zur Verfügung steht. Man muss ja immer sehen, dass man als Arbeitskraft eine gewisse Erfüllung hat, nur um zu lernen im Büro zu sitzen macht mich selbst natürlich etwas, naja wie soll man das formulieren, vielleicht überflüssig oder unnötig. Allerdings sind Worte zu Beginn immer etwas was schnell verhallt. Das schwierige sind vor allem die Details in jedem neuen Beruf, ich glaube man ist erst dann in der Lage in einen Firmenkonstrukt reibungslos mitzuarbeiten wenn man die ganzen kleinen, dunklen Kanäle kennt. Kommunikationswege oder die Eigenheiten von Kollegen die einen gewissen Status beanspruchen.

manchmal fährt mein iphone im anderen Abteil

Nachdem ich nun das erste mal eine Monitorwand mit 46 Monitoren betrachtete war ich schockiert über die Anzahl an auftretenden Events, als solches bezeichnet man die Ereignisse die diese Monitore darstellen. Hinzu kamen noch Sondereinteilung welche sich mit Priorität um spezielle Kunden kümmerten. Alles in allen sehr kompliziert mitunter und ganz nebenbei muss ich auch mal sehr böse werden. Für ein amerikanisches Unternehmen, welches eine aus Ostzeiten übernommene Firma in die Konzernstruktur implementiert hat, wurden Methoden welche das Klima beeinflussen nie wirklich angepasst und verbessert. Ich sagte immer wenn ich die Probleme von Freunden und Bekannten hörte in der Firma, diese verdammte Ost-Philosophie welche in großen bundesweiten oder europaweiten Unternehmen nicht zu finden ist, kann ich nicht verstehen sich sowas gefallen zu lassen.

Geld im Beruf ist immer eine feine Sache aber eben nicht alles, wie ich in meiner Kündigung schrieb und was ich prinzipiell schon sehr lange so sehe begründet sich ein guter Job auf mindestens 2 von 3 Dingen. Geld, Aufgaben, Klima wenn mindestens 2 der Dinge gut sind kann man mit leben, andernfalls sollte man sich dringend was neues suchen.

Aufbau meiner neuen Infrastruktur

Nach 10 Monaten war es dann so weit, natürlich hatte sich eine Gelegenheit ergeben, die mindestens 2 der genannten Dinge verbesserte. Somit war der Wechsel aus meiner Sicht beschlossene Sache, man kann im Leben vieles schleifen lassen aber manchmal ist eine schnell getroffene Entscheidung elementar.

Nach inzwischen 8 Wochen im neuen Beruf, ist der rosa Schleier vom Anfang auch verflogen aber ich bin glücklich, ich darf kreativ sein, ich kann Dinge nach besten Gewissen beeinflussen, ich habe nette Kollegen wenn auch der ein oder andere etwas speziell ist und zu guter letzt ich habe das Gefühl angemessen entlohnt zu werden. Letzteres bedingt auch durch ein vernüftige Tarifgruppenregelung.

Jetzt habe ich fast wieder die ganze Zeit nur von der Arbeit geschrieben, ohne etwas von mir neues zu berichten. Um es kurz zu machen, meine privaten Projekte sind leider etwas eingeschlafen, meine Vorliebe an der Programmierung ist leider zum erliegen gekommen, obwohl meine Zeit in Onlinespielen gegen NULL tendiert bleibt kaum Zeit. Ich hoffe das ich die nächsten Wochen wieder mehr dazu komme auch für meinen 3D Drucker wieder etwas zu tun.

 

Wenn ich das Prinzip der Triangle im Job aufs Leben beziehe, Beruf, Partner, Hobbys ist zwar nur ein Punkt erfüllt aber paradoxer Weise bin ich im Moment sehr glücklich damit.

 





Freunde so nah und doch so fern

8 09 2013

IMG_1354[1]In all den letzten Jahren waren Freunde für mich eher eine Seltenheit, dass meiste waren Online Bekannte oder übrig gebliebene aus vergangenen Zeiten, Schulfreunde und die im Laufe der Zeit so kamen. Wenn man in einen verhältnismäßig geregelten Leben täglich zur Arbeit geht, seinen Hobbys nachgeht sollte man denken das zeitweilige Aktivitäten am Wochenende zunehmen.

Leider ist dies nicht der Fall, mit wenigen Ausnahmen sind die wenig verbliebenen dem Online Spielwahn verfallen und interessieren sich nicht mehr für die realen Dinge im Leben. Wenn ich die wenigen Pausen mit rechne an Wochenenden war ich vor meinem Come back fast 6 Jahre von zuhause weg. Viele sind nicht geblieben, zwar habe ich eine liebevolle Familie, Freunde bleiben mir aber im näheren Umfeld bislang verwehrt. Die einen bauen Häuser und haben eigene Familie, die anderen verlagern ihre Schwerpunkte oder durchleben eigene Probleme.

Ich habe begonnen konsequent das zu reduzieren was nutzlos und verstaubt ist. Auch wenn das bedeutet das nicht viel übrig bleibt, muss man manchmal einfach den Plunder vor die Tür setzen.

IMG_1171Bei allem Trist entwickeln sich natürlich auch schöne Dinge im Leben, es gibt auch immer wieder Menschen und neue Dinge die einem den Spaß am großen ganzen nicht nehmen. Ich habe endlich Zeit mich um all die schönen kleinen und mittleren Bastelprojekte zu kümmern, in dem Bezug möchte ich auch auf meine Projektseite verweisen www.n3-ics.de es ist schön immer wieder einem Hobby nachzugehen.

Ebenso war vor einigen Tagen eine Family Kanu Tour im Programm, war sehr angenehm, Wetter war heiß und etwas verbrannt habe ich mich auch, mit genügend Eis in der Whiskey Cola am Abend war dem aber gut entgegen zu wirken, manchmal sind diese kleinen Wochenenden was außergewöhnliches.

Beruflich habe ich mich endlich im neuen Job etwas eingelebt, natürlich ist nicht alles perfekt, dass wird es auch nie sein, wenn man aber abgesehen von der Routine das Grundprinzip verstanden hat, scheint vieles leichter.

IMG_1371Leider muss ich trotzdem bei allem immer wieder sagen, es ist einfach viel zu wenig Zeit. Könnte der Tag nicht 40 Stunden haben und drei Tage Wochenende. Alle Versuche in der Vergangenheit konsequenter an den Baustellen voran zu kommen gestallten sich immer wieder als schwierig. Ich muss mir da dringend was überlegen.

Ich habe mir im Zuge meiner 3D Drucker Vorhaben eine Bastelecke unter dem Dach eingerichtet, wenn ich in dem Thema Micro Controller Programmierung etwas weiter bin, werden da bestimmt noch ein paar Euro rein fließen, aber diese kleinen Dinge machen das ganze etwas bunter und interessanter.